Burkart Aickele

Burkart Aickele

Kreativität (Schöpferkraft) ist jedem Menschen gegeben. Diese vitale Lebenskraft wird im Laufe des Alltagslebens mehr oder weniger verschüttet und unterdrückt. Der einzelne Mensch passt sich den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen an und ordnet sich ihnen unter. Stimmt diese Unterordnung mit den vitalen Lebensinteressen nicht mehr überein, kann diese fremdbestimmte Lebensführung zu psychischen und physischen Krankheiten führen. Diesen Tendenzen gilt es mit aktiven, lebensbejahenden Maßnahmen gegenzuwirken. Eine wesentliche Aufgabe fällt hierbei der Kunst in all ihren Ausformungen zu. Die Kunst als Möglichkeit der Abstraktion vom gleichförmigen, zweckbestimmten Lebensalltag. Die Kunst als Chance andere Sichtweisen wahrzunehmen, in den Dialog zu treten, neue Standpunkte zu entwickeln und Grenzen zu überschreiten.

Solange der Einzelne nicht gelernt hat mit sich persönlich pfleglich umzugehen. Solange Macht- und Besitzansprüche um jeden Preis die Lebensbasis sind. Solange vitale Kreativität im Lebensalltag durch materielle Zwecke bestimmt wird. Solange werden wir nicht wirklich frei und glücklich sein.